Tiere können nicht für sich selbst sprechen.

Und deshalb ist es so wichtig,

dass wir als Menschen unsere Stimme für sie erheben

und uns für sie einsetzen.
(Gillian Anderson)

 

 

Haben Sie einen durch unseren Tierschutz vermittelten Hund

und möchten von ihrem neuen gemeinsamen Leben erzählen,

dann schicken Sie doch eine kurze Geschichte und ein paar Fotos dazu

an HoundAid@t-online.de

Wir veröffentlichen sie hier gerne.

 

 

Balto zieht ein!

 

 

Jeder der uns kennt weiß, dass Markus sich schon immer einen großen Hound (Bloodhound) wünscht.

Aber es gab immer einen Grund, dass es nicht geklappt hat. Wir hatten das Thema auch schon beiseite geschoben. Da stand im Forum, dass eine Hündin abzugeben ist und der Wunsch war wieder da. Das war ein Satz mit X, die meldeten sich nicht. Dann Basset-Treffen, Birgit erzählt: Im Forum steht wieder ein Rüde, dreieinhalb Jahre alt! Einmal schreiben, ein Anruf und wir haben einen Balto, einen sehr scheuen Hund, was wir noch sehr zu spüren bekommen.

Aber nun ein wenig über den Hund. Das erste halbe Jahr musste er mit seiner Meute mitlaufen und verletzte sich das Auge im Stacheldraht. Für die Jagd nicht mehr zu gebrauchen, also weg damit. Zu einer Familie mit Kindern, die ihm regelmäßig das Futter brachten; zu seiner Hütte mit einer kurzen Kette. So lebte Balto seine ersten drei Jahre in Frankreich und sein Besitzer meinte, lange genug für einen unnützen Fresser. Glücklicherweise wurde er von dem Tierschutz Sans Collier Provence gerettet und nach Deutschland verschickt. Einmal nach Hamburg, wo er fürs Mantrailing arbeiten durfte, aber er sieht nicht richtig und läuft überall gegen. Nun geht es von der Gastfamilie nach Stuttgart, wo die Rumreiserei ein Ende haben soll. Balto ein Engel mit einem „B“ davor!? Er will nicht gehorsam sein, seine neuen Besitzer wollen ihren Willen mit Stränge durchsetzen. Keiner gewinnt, die Besitzer kommen gegen Balto, der sich gegen sie stellt, nicht an. Der Hund muss eingeschläfert werden, weil er so gefährlich ist. Die Tierärztin, die ihn einschläfern soll, ruft beim Tierschutz in der Umgebung an.

Wir lernen Nina und Maxi kennen! Ab jetzt könnte alles gut werden, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre!!!!

 

Der 15.04.2010 wird uns lange in Erinnerung bleiben, denn unser Balto zieht ein.

Nina und Maxi kommen mit dem Auto vorgefahren und da ist er, groß und wunderschön - unser Hund. Ein Schisser, gutes Zureden, Leberwurstbrot, viel Geduld, ob das was wird?? Die Bassets sind nett, bellen ein wenig viel in Balto`s Augen. Maxi und Nina fahren wieder heim und wir in den Fressnapf, der  Hund braucht ein Geschirr. Wieder zuhause freuen sich unsere Hunde lautstark und Markus geht der Hund weg. Ich gehe rein und ärgere mich, dass Markus ohne uns mit Balto geht. Wo wir doch zusammen gehen wollten. Was ich nicht gesehen hatte, unser Bloodhound hatte sich aus dem Halsband gezogen! Eine Stunde bei uns und weg war er, ich ruf bei Nina an und gestehe, unser Hund ist weg.

Stunden später läuft er mir den Weg entgegen, super und weg ist er. Er lässt sich nicht anfassen, ins Auto und hinter her. Ich bin begeistert, er läuft und läuft ohne Pause. Von den schlechten Augen merke ich nichts, leider. Maxi und Nina kommen morgen, vielleicht geht er ja zu ihnen.

2. Tag: Polizei, Tierheime, bei Tasso  melden und Entlaufen melden, Zeitungsanzeige  aufgeben.  Aus dem Fenster schauen, da  läuft er bei unseren Nachbarn, ich raus und er weg. Maxi, Lars und Markus laufen rufend und ziellos durch den Pfälzerwald.

3. Tag: Suchbilder aufhängen, etliche Anrufe - er ist auf der Burg Neidenfels. Markus stürmte aus dem Haus und bleibt Stunden weg. Balto wurde von Leuten gesehen, aber er lässt sich nicht anfassen.

4. Tag: Sonntag viele aufmunternde Worte und Trost, aber kein Hund.

5. Tag: Ein Anruf, euer Hund ist an unseren Mülltonnen beim Isenachweiher. Ins Auto und hin, ein schöner Rücken kann auch entzücken.

6. Tag: Heute will ich ihn endlich mit nach  Hause nehmen, er will nicht! Wo bekommt man eine Fangbox? Tierheim Worms hat eine und in Kaiserslautern ist ein Hundetrainer, der mit seinen läufigen Hündinnen vorbei kommen will und er ist erfahren im Hundeeinfangen.

7. Tag: Wir sitzen im Auto und starren in die Nacht, kommt er? Ja, Markus sieht nach einer Woche seinen Balto. Er lebt und es geht ihm gut, Das war`s, er verschwindet in die Nacht.

8. Tag: Die Falle ist zu klein, er läuft mit den Schultern dagegen, alles vergebens (scheiße).

9. Tag: Markus will es heute wissen, er will ihn einfangen. Wir stehen zu zweit neben ihm, gehört hat er uns nicht, aber die Nase geht hoch und Balto rennt los, ohne Rücksicht auf Verluste.

10. Tag: Mittags ein Anruf: Euer Hund ist wieder da. Ich hin und er weg!

11. Tag: Wir sitzen, wie jeden Abend, am See und schauen in die Nacht. Balto kommt nicht und wir wissen nicht wo er ist.

12. Tag: ein Anruf, Frankenstein, ca.10 km entfernt, dort war er die Nacht. Ich ans Telefon, alle Gaststätten in der Umgebung angerufen. Nichts war’s! Weiter warten und hoffen, das alles gut geht!

13. Tag: Auf meinem AB ist ein Anruf, Tierheim Kaiserslautern, sie haben meinen Hund, Tasso hat die Chipnummer bestätigt. Die ganze Anspannung geht von mir und ganz viel Tränen vor Freude.

Ins Auto, nur das Kleine da! Geht der große Hund da rein? Noch vier Mal in die Wohnung bis ich losfahren kann. Im Tierheim erst mal reden – Balto ist seit einer Nacht da und nicht ohne!? Ob ich wüsste auf was ich mich da eingelassen habe? Am 26.04 hat eine Frau beim Tierheim Kaiserslautern angerufen, ein Mann, grauhaarig mit einem silbern Auto, hat einen großen Hund aus seinem Kofferraum rausgeholt und sei weggefahren. Also  Großaufgebot! Polizei und Feuerwehr aus Hochspeyer nach Frankenstein, haha, der lässt sich nicht anfassen. Sitzt aber in einer kleinen Umzäunung und geht nicht über den Zaun, zwischendurch lässt er sich noch von zwei Kindern streicheln. Und nun? Ins Tierheim, Paste zum Schlafen und den Galgen holen. Balto hat Hunger, die Paste schmeckt nicht, aber es langt, um ihn mit Stange und Öse einzufangen. Am anderen Morgen soll Balto von der Tierärztin angeschaut werden. Er raus aus dem Zwinger und schnappt nach der Pflegerin und wo kann man hier weg? Nix gibt’s, eine Narkose gibt es. Augen mit Salbe versorgen, Blut entnehmen und das Wichtigste, den Chip suchen und wenn keiner da ist, einen unter die Haut setzen. In der Hoffnung, den Besitzer rauszubekommen, rufen sie bei Tasso an. Tasso erwidert, dass der Hund zur Fam. Rech gehört und seit dem 15.04 vermisst ist. Nicht ausgesetzt! Egal - Unkosten bezahlen und nach Haus. Da kommt er, am Galgen unruhig und scheu, der geht nicht rein, ein paar mal ums Auto, Sitze umlegen  und Kofferraum auf. Eine Decke zwischen uns, dass er mich nicht während der Fahrt anfällt!? Zuhause, wie geht das Monster wieder raus??? Markus und Sören kommen nach Hause, Auto rückwärts an die Eingangstür, Bretter an den Seiten und einmal Balto locken. Geht nicht, also ärgern. So klappt es und unser Balto ist endlich zuhause.

Nach und nach wird es besser und er ist kein Monster!!! Sondern eine große Knutschbacke !!!

 

  

  

 

Wir wünschen Balto viel Glück in seinem neuen Zuhause !

 

 

Wie aus dem griechischen "Snoopy"

ein deutscher "Wotan" wird!

 

 

Der vierjährige Basset Hound-Rüde "Snoopy" wurde im März 2011 von den Mietern eines Hauses bei Athen alleine dort zurückgelassen. Die Familie hatte sich bei Nacht und Nebel aus dem Staub gemacht. Filippos, der Vermieter des Hauses, selbst Tierfreund, Halter von vier Katzen und im Katzenschutz tätig, kannte Snoopy bereits seit dem Welpenalter und versorgte ihn, so gut es ging. Snoopys Herkunft läßt sich nicht genau recherchieren, sicher ist nur, dass er in Ungarn gezüchtet und im Alter von ca. acht Wochen von einer Athener Tierhandlung verkauft wurde.

Den Basset-Rüden hätte Filippos am liebsten selbst behalten, was aber wegen der Katzen unmöglich war. Snoopy ist ein Katzenhasser! Die Abgabe in ein griechisches Tierheim kam nicht in Frage, eine Vermittlung an andere Griechen auch nicht. So wurde Snoopy auf Kosten des tierlieben Vermieters bis Mitte April in einer Athener Tierpension untergebracht. Snoopy, der sein Leben als Familienhund genossen hatte, musste nun im Zwinger leben und verlor alle Lebensfreude.
Am 17. April fand Filippos den BHC im Internet und informierte uns über Snoopys trauriges Schicksal. Wir handelten schnell: Markus Rech (der gerade Urlaub hatte) war sofort bereit, nach Athen zu fliegen, um Snoopy abzuholen. Schnell wurden Hin- und Rückflug vom Reisebüro Bareuther gebucht (alle Beteiligten handelten unentgeltlich), und am 20. April zog Snoopy bei Familie Rech ein. Sie war bereit, Snoopy zu behalten, bis sein neues Zuhause gefunden war. Gisela Sickbert, unsere Beauftragte für den Tierschutz, vemittelte Snoopy an ihren guten Freund "Windy" in Baden-Württemberg. Er hat jahrzehntelange Basset Hound-Erfahrung und  lebte nach dem Tod seines letzten Rüden - alle hießen "Wotan" - gerade ohne Hund. Ein Zustand, der nur schwer zu ertragen ist, wie wir alle wissen.
Ende gut, alles gut: Am 17. Mai begann Snoopys neues Leben als "Wotan IV".

 

  

 

Möge ihm nun alles Hundeglück der Welt beschieden sein und seinem guten Herrchen auch!  

 

 

Popi!

 

 

 

Carlos aus Spanien!

 

 

Der zehn Jahre alte Basset Hound-Rüde Carlos, der in Spanien die Hölle durchmachte, hat in Deutschland ein neues Zuhause gefunden. Dieser wunderbare Hund bekommt jetzt alle Liebe und Zuwendung, die er so lange entbehren mußte und lebt nun mit einem Basset Hound und einem Irish Glen of Imaal Terrier zusammen. Wir danken Frau Susanne Schimcke und Frau Ute Friese
(
www.refugio-perros-abandonados.de.tl ) für Carlos`Rettung.

 

Wir wünschen Dir noch einige schöne Jahre bei Deiner neuen Familie!

 

 

 

Hermann!

 

 

 

Ein kleines Weihnachtswunder!

 

Hallo, ich bin's, der belgische Schnüffler Sherlock,

also, ich glaube, mir ist ein kleines Weihnachtswunder widerfahren?! Da kamen doch tatsächlich kurz vor Weihnachten 2 Menschen und 2 Bassets aus einem fernen Land - ich glaube Deutschland - (verstehe ja die Sprache nicht), angereist um mich zu adoptieren. Erst haben die Menschen in dieser für mich (noch!) unverständlichen Sprache alle Formalitäten geklärt, um dann mit mir und den anderen Bassets einen Kennenlernspaziergang zu unternehmen. Ach, was soll ich sagen, wir haben uns sofort, irgendwie und alle miteinander, ineinander verliebt. Am nächsten Tag sind wir dann nach Hause - welch ein zauberhaftes Wort! - gefahren. Mama und Papa meinten laufend, was für ein braver und lieber Sherlock ich doch wäre; ist mir gar nicht aufgefallen, ich wollte nur in dieses Zuhause, auf das ich solange verzichten musste! Ohhh, wenn da nicht meine Blase gewesen wäre, ich musste soooo dringend und laufend Pipi!!!! Aber wie mich verständlich machen???? Ich bell doch noch kein Deutsch!!! Aber und Gott sei dank, ist Mama gelernte Krankenschwester und mit Pipi-Problemen anscheinend vertraut. Sie hat es erkannt und wir sind direkt auf der Autobahn geblieben und in die Tierklinik Teisendorf eingefallen. Ach, war das ein Hallo, meine beiden Kumpelhunde sind dort gut bekannt und extrem beliebt. Blasenentzündung war die Diagnose - kein Problem für Mama und Papa. Medikamente, Wärme und viel viel Liebe und das Problem war nach 5 Tagen geregelt.

Zuhause, dieses zauberhafte Wort, ist ein kleines kleines 100 Seelen Dorf direkt am Wald und den Bergen am Chiemsee. Ein mehr als 400 Jahre alter Bauernhof mit viel Platz zum Toben und Schnüffeln gehört nun auch mir! Mama hat den ganzen Tag Zeit, um sich um uns Bassets zu kümmern. Wir machen stundenlange Spaziergänge im Wald, auf denen wir auch anderen freundlichen Hunden begegnen. Ha, da müsstet ihr dabei sein!!! Welch ein Gebelle, Geraufe, Getobe und Freude!

Ich habe mich so gut eingelebt mit Hilfe von meinen "Brüdern" Barnaby und Brakelmann, als ob ich schon immer hier zu Hause gewesen wäre.

Mama und Papa sagen:" ich bin ein großes Glück und ein noch größerer Schatz!"

Vielen lieben Dank von mir an euch tolle Menschen vom BHC und Frau Botta, die ihr mir diese Adoption ermöglicht habt.

Euer Sherlock

 

Wir wünschen Dir noch viele schöne Jahre mit deinen 2 "Brüdern"!

 

 

 

 

 

        

    

 

 

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